Zum Inhalt springen
K · u · l · t · u · r

Ein neues Kapitel für das Historische Museum Basel

Das Historische Museum Basel wird neu gestaltet und setzt unter der Leitung von Suan ein Zeichen für kulturelle Erneuerung. Der Rebranding-Prozess verspricht frische Impulse für die Besucher.

Lisa Wagner14. Juni 20262 Min. Lesezeit

Im Herzen Basels stellt das Historische Museum einen bedeutenden kulturellen Ankerpunkt dar. Mit der geplanten Neugestaltung durch das Designstudio Suan wird ein frischer Wind in die ehrwürdigen Hallen wehen. Doch wie so oft bei solchen Projekten, gibt es zahlreiche Mythen und Missverständnisse, die es wert sind, näher betrachtet zu werden.

Mythos: Rebranding bedeutet, die Tradition zu verlieren

Ein häufig gehörter Einwand ist, dass ein Rebranding den Verlust der Tradition und des kulturellen Erbes impliziert. In Wirklichkeit geht es jedoch darum, diese Traditionen in einem neuen Licht zu präsentieren. Suan hat sich ernsthaft mit dem Kern des Museums auseinandergesetzt. Die Herausforderung besteht nicht darin, die Vergangenheit zu beseitigen, sondern sie in eine ansprechende, zeitgemäße Erzählung zu verwandeln, die neue sowie alte Besucher anspricht.

Mythos: Nur das Äußere wird verändert

Viele glauben, dass sich beim Rebranding lediglich das äußere Erscheinungsbild ändert – ein neues Logo und ein bisschen frische Farbe hier und da. In Wahrheit ist das umfassende Konzept von Suan vielschichtiger. Es umfasst nicht nur visuelle Identität, sondern auch die Art und Weise, wie Ausstellungen kuratiert werden, und das gesamte Besuchererlebnis. Die Veränderung ist, wie der Scheitel eines Haars, der in eine andere Richtung gelegt wird, ohne das Haar selbst zu beschneiden.

Mythos: Das Publikum wird nicht mitgenommen

Kritiker fürchten, dass die Neuausrichtung zu einer Kluft zwischen dem Museum und seiner bisherigen Besucherschaft führen könnte. Doch Suan hat bei der Entwicklung des neuen Konzepts gezielt den Dialog mit der Gemeinschaft gesucht. Der Prozess ist einladend. Es ist kein isolierter Akt, sondern ein vielschichtiger Austausch, der die Erwartungen und Wünsche der Besucher ernst nimmt. So wird das Museum nicht nur ein Ort der Ausstellung, sondern auch ein Teil des kulturellen Lebens in Basel.

Mythos: Digitales Engagement ist nur ein Trend

In der heutigen Zeit wird oft gesagt, dass die digitale Transformation nur ein vorübergehender Trend ist. Das Historische Museum Basel sieht dies jedoch anders. Suan plant eine digitale Strategie, die das Museum in die Lebensrealität der Menschen integriert. Wenn das Museum seine Inhalte auch online zugänglich macht, eröffnet es neue Wege, mit den Sammlungen und der Geschichte zu interagieren. Dies ist weniger ein vorübergehender Trend, als vielmehr eine notwendige Evolution, um relevant zu bleiben.

Mythos: Rebranding ist teuer und unnötig

Ein weiterer weit verbreiteter Irrglaube ist, dass ein Rebranding unnötig hohe Kosten verursacht. Tatsächlich ist es eine Investition in die Zukunft. Anstatt an einer stagnierenden Identität festzuhalten, wird das Museum durch die Zusammenarbeit mit Suan revitalisiert. Dadurch können mehr Besucher angezogen werden, die letztlich auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Und wer könnte da behaupten, das wäre unnötig?

Mit seinem Rebranding setzt das Historische Museum Basel unter der Führung von Suan ein Zeichen für die Möglichkeit der kulturellen Erneuerung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Veränderungen konkret gestalten werden und welche neuen Perspektiven sie für die Begegnung mit Geschichte bieten.

Aus unserem Netzwerk